von Ingrid | Dez. 20, 2022 | Yasper |
Seit Menschengedenken erleben es die Menschen immer wieder:
In der dunkelsten Stunde der Nacht ist die Sehnsucht nach der Sonne am größten: Und sie geht auf, Tag für Tag aufs Neue!
In der dunkelsten Nacht des Jahres ist die Sehnsucht nach dem Licht des neuen Jahres am größten: Und es wird seit Menschengedenken geboren!
Im brutalsten Kriegsgeschehen ist die Sehnsucht nach Frieden am größten: Und er wird geschlossen!
In der tiefsten Verzweiflung ist die Sehnsucht nach Gott und Seiner Hilfe am größten. Wem es dann gelingt, sich Seiner Vorsehung hinzugeben, wird erkennen: Gott ist für mich da! Er ist immer da!
Wo dies geschehen kann? Am Mittelpunkt deiner Welt: IN DIR!
Wann dies alles geschehen kann? HIER und JETZT!
Denn die Sehnsucht ist der Schlüssel zu all dem, was ein Mensch so schmerzlich vermisst. Die Sehnsucht ist nichts anderes als ein Ausdruck der Gewissheit deiner Seele, dass das, wonach sich dein Mensch-Sein sehnt, immer DA IST – und sich zur rechten Zeit erfüllt.
Doch dieser Gewissheit steht etwas entgegen: Der begrenzte menschliche Verstand, der die Sprache der Seele oft nicht versteht. Er interpretiert die Sehnsucht als Ausdruck des Mangels – und das verursacht Angst: Angst vor der Dunkelheit, vor Krankheit, vor Verlust, vor Krieg. Kurz: Vor allem, dem er offensichtlich hilflos ausgeliefert ist. Das Erste, das er dann tut: Er sucht nach einem Schuldigen und beginnt W-Fragen zu stellen: ‚Warum? Weshalb? Wieso? Wann? Wo? Wer? Was? Wie?‘ Und damit lenkt er seine Gedankenschritte in Richtung der Türe, die sich von selbst öffnet und ihn in den Raum der Vergangenheit bzw. der Zukunft führt.
Sei aufrichtig dir selbst gegenüber: Kannst du bei Gedanken der Schuld oder Angst deinen inneren Frieden bewahren? Nein, und nicht nur das: Die Angst ist stärker als das Gefühl der Sehnsucht und raubt dir die Kraft!
Stell dir den Buchstaben ‚W‘ in der Schreibschrift vor. Er sieht aus wie eine Wasser-Welle. Es braucht dich nicht zu verwundern, wenn du dir bei quälenden Fragen vorkommst wie eine Nussschale auf rauer See: Hin und her geworfen zwischen Angst und Hoffnung. Ans Ufer scheinbarer Sicherheit gelangst du erst, wenn du – meist im Außen – eine für dich plausible Antwort auf deine Frage bekommen hast. Doch dieses Ufer besteht oft aus Treibsand, der dich veranlasst, die nächste W-Frage zu stellen und deinen Schritt erneut in Richtung Angst und Schuld zu lenken.
Am Tag der Geburt des neuen Welt-Lichtjahres 2023 erfülle ich voller Dankbarkeit den göttlichen Auftrag, dir beim Gebrauch des Schlüssels für den Raum des Vertrauens – und somit in die unmittelbare Gegenwart Gottes – zu helfen. Er ist dir nicht fremd, denn alle meine bisherigen Botschaften dienten nur dem einen Zweck, dir Zugang zu Gottes Kraft, zu Seinem Vertrauen in dich, zu Seiner bedingungslosen Liebe zu dir, zu Seiner Barmherzigkeit und zu Seinem Frieden zu ermöglichen: Der Schlüssel liegt im bedingungslosen Vertrauen in Gottes Vorsehung! Gerade dann, wenn du dich in einer Situation befindest, der du scheinbar hilflos und machtlos ausgeliefert bist, öffnet sich für dich – durch die Erinnerung an Gottes fürsorgliche Liebe – der Raum in Seine unmittelbare Gegenwart.
Es gab in deinem Leben schon diese Augenblicke, in denen du aus völliger Hilflosigkeit in diese Hingabe gefunden hast. Einer Hingabe, die keine Resignation bedeutete, sondern die – im Rückblick in Worten ausgedrückt – in der Kraft deiner Seele lag und deinem Verstand die Möglichkeit schenkte zu denken: ‚ICH LASSE LOS, ICH ÜBERLASSE ES GOTT!‘ Dann hast du erlebt, dass eine Lösung oder Hilfe von einer Seite auftauchte, die dein begrenzter Verstand niemals erwarten, geschweige denn erhoffen konnte.
Auch jetzt lebst du in einem Zeit-Raum, in dem so vieles außerhalb deiner direkten Einflussnahme liegt. Sobald es dir gelingt, deine Hände vertrauensvoll zu öffnen und zu sprechen: ‚ICH BIN DA. TUE DEIN WERK IN MIR UND DURCH MICH‘, wirst du die Kraft spüren, die in der Hingabe an Gottes Vorsehung liegt. Im Raum der Gegenwart Gottes kannst du die Erkenntnis gewinnen, dass der Augenblick HIER und JETZT bereits die Antwort ist! Eine Antwort, die sich deinem Verstand zwar oft nur als Zwischenergebnis zeigt, doch deine Hingabe schenkt dir die Kraft, vertrauensvoll den nächsten Schritt zu tun, immer nur den nächsten Schritt. Und in dir, mit dir und durch dich geht ihn ein Größerer auf ein Ziel zu, das sich dein begrenzter Verstand gar nicht vorzustellen vermag.
Doch wisse: Es ist nicht möglich, nur ‚ein bisschen‘ Vertrauen zu haben. Und du kannst auch nicht von Vertrauen sprechen, wenn du nur in ‚glücklichen und guten‘ Zeiten und Umständen an die göttliche Vorsehung glaubst. Vertrauen ist bedingungslos, erwartungsfrei und grenzenlos! Es gibt keinen Schalter in deinem Verstand, den du umlegen könntest, um für alle Zeit vertrauensvoll zu SEIN. Nicht einmal Jesus besaß ihn. Vertrauen ist etwas, das im Augenblick der Gegenwart, immer nur HIER und JETZT, praktiziert werden kann. Es ist ein Lebensauftrag – und das Ziel des Mensch-Seins, untrennbar gekoppelt an die bedingungslose, erwartungsfreie und grenzenlose Liebe.
In viele Worte habe ich die heutige Botschaft gekleidet. Doch sie sind nur die Verpackung für das göttliche Geschenk, in Gottes Gegenwart zu SEIN. Viel wichtiger ist es, sie zu fühlen! Nimm Gottes leise Stimme wahr, die in – und zu dir – spricht: ‚Sei still – und wisse, ICH BIN GOTT. Vertraue.‘
Möge dich meine Botschaft am Tag der Geburt des neuen Lichtjahres berühren – und dich jetzt … und jetzt … und jetzt stärken und erINNERN!
In der Liebe des EINEN eins mit dir
Yasper, ein Liebesgedanke Gottes
Anmerkung von Ingrid:
Ich habe für uns alle eine Weisheitskarte aus dem Kartenset „Mein Seelenkompass für die verschlungenen Wege der Vorsehung“ gezogen. Sie erinnert uns an den großen Menschheitsauftrag:
„Gott hat diese Welt erschaffen und überspannt sie mit einem allumfassenden Regenbogen aus Liebe und Vertrauen, damit sie ein Ort ist, an dem aus Fremden, ja aus Feinden Freunde werden.“
Lass uns den Anfang machen: Am Mittelpunkt meiner/deiner Welt, HIER und JETZT!
Mit dir verbunden im Herzen, EINS mit dir in der Liebe des EINEN
Ingrid
von Ingrid | Mai 15, 2022 | Yasper |
Um dich an deinen eigenen inneren Ort des Vertrauens, an dem du Gott nahe bist, zu erinnern, teile ich mit dir einen Ausschnitt aus dem Buch „Wen Jesus berührt … / Aus dem Leben der ersten Christen“. © Ingrid Lipowsky
Die Passage erzählt von einer Begegnung, die der römische Christ Marcus alias Clivius in einer Hafenspelunke hat. Ein ihm fremder Kapitän schildert darin ein Geschehen, das ihn tief geprägt hat:
Der fremde Kapitän überlegte ein Weilchen, dann erwiderte er: ‚Du weißt, dass ich von einer weit entfernten Insel, die zu einem fernen Land gehört, abstamme. Das Meer dort ist um einiges gefährlicher als das, auf dem wir mit meinem Schiff hierher unterwegs waren. Ich sehe in dem ruhigen Wasser, auf dem wir jetzt wochenlang mehr oder weniger vor uns hindümpelten, deshalb auch nur einen großen See. Unser Meer dagegen peitscht oft mit einer Brandung an das Ufer, die deine Vorstellungskraft übersteigt. Unser Dorfältester erzählte mir in meiner Jugend von einer tödlichen Flut, die vor vielen Generationen die ganze Insel überschwemmte. Unzählige Menschen und Tiere verloren damals ihr Leben. Ich sage viele, denn einige überlebten. Unter ihnen war eine alte Frau, die das ‚Gesicht‘ hatte. Wir nennen es in unserer Sprache so. Gemeint ist damit ein inneres Sehen, ein Vorausschauen, das nur wenigen geschenkt ist. Diese alte Frau sah also einige Tage vor der Tragödie in einem Wachtraum eine unvorstellbar große Welle auf die Insel zurasen und alles vernichten. Am nächsten Morgen ging sie in ihrem Dorf von Haus zu Haus, um die Menschen zu warnen. Die meisten lachten sie aus. Die wenigen, die ihr Gehör schenkten, packten unverzüglich das Notwendigste ein, nahmen ihre Tiere mit sich und verließen den Ort. Die höhnischen Bemerkungen und das laute Gelächter verfolgten sie noch lange. Was glaubst du, wohin die Seherin die Menschen führte? In der Mitte unserer kleinen Insel befindet sich ein Hügel. Berg kann ich ihn nicht nennen, dazu ist er zu niedrig. Und doch sollte er den Geflüchteten das Leben retten. Sie bauten auf seiner höchsten Stelle einfache Unterstände für sich und die Tiere, teilten die mitgebrachten Lebensmittel geschwisterlich unter sich auf und harrten der Dinge, die da kommen sollten. Wir verehren andere Götter als ihr, und so beteten sie zum Gott der Meere und baten ihn um Gnade, auch für diejenigen, die unten in der Nähe des Strandes geblieben waren. Am dritten Tag nach ihrer Ankunft sahen sie von ihrem erhöhten Standort aus, wie sich das Meer zurückzog. Nie zuvor hatten sie Ähnliches erlebt noch aus Erzählungen ihrer Vorfahren gehört. Einige von ihnen lachten nun ebenfalls die Seherin aus und sagten hämisch, sie hätte da wohl etwas falsch verstanden. Sie begannen, ihre Habseligkeiten zusammenzupacken, um zu den anderen zurückzukehren. Doch die alte Frau warnte sie und erklärte, dass die Riesenwelle in ihrem Traum sich genauso angekündigt habe, fast so, als wolle sie Anlauf nehmen. Unsicher geworden entschieden sich die Zweifelnden doch zum Bleiben und stimmten in die Gebete der anderen mit ein. Und dann kam die tödliche Welle! Die Geflüchteten waren vor Entsetzen stumm, als das Wasser aus der Ferne her auf ihre Insel zurollte. Es schien sich so hoch aufzutürmen, dass sie glaubten, es würde sogar den Hügel verschlingen, auf dem sie standen. Doch er hielt Stand! Die Welle riss, als sie auf das Land traf, alles mit sich, was ihr im Weg stand, schäumte brüllend um den Hügel herum – und bot ihre Beute auf der gegenüberliegenden Seite der Insel dem Meer zum Fraß an.‘ Hier machte der Kapitän eine Pause, denn die Schilderung erschütterte ihn ebenso wie die Zuhörenden. Mittlerweile hatten sich ihm nämlich auch alle anderen im Raum zugewandt und schüttelten entsetzt ihre Köpfe. – Nie zuvor hatte ich von einer solchen Welle gehört! Doch weshalb sollte der Mann sich eine so grausame Geschichte ausdenken? – Seine Stimme war leise, als er weitersprach: ‚Nachdem das Tosen des Wassers nachgelassen hatte, entstand eine unheimliche Stille. Die Überlebenden blickten entsetzt um sich: Nichts war mehr so, wie es vorher gewesen war. Außer denen, die auf dem Hügel waren, und einigen Vögeln, die sich rechtzeitig in die Luft erhoben hatten, gab es auf ihrer Heimatinsel keinerlei Leben mehr. Die wenigen verließen, nachdem sie ihre Erstarrung überwunden und ihrem Gott für die wundersame Errettung gedankt hatten, den erhöhten Ort. Doch zuvor versprachen sie, hier ein Denkmal zu errichten: Als Dank für ihr Überleben und als Mahnung für ihre Nachkommen, die innere Stimme Begnadeter nicht zu verspotten. Es dauerte jahrzehntelang, bis ihre Insel wieder so war wie vor der Zerstörung. Und es dauerte Generationen, bis die Zahl der Bewohner wieder auf dem Stand wie vorher war. – Warum ich dir diese Geschichte erzähle? Sie hat mein Leben geprägt, denn ich erkannte, welches Geschenk das schlimme Geschehen dennoch für die Überlebenden und ihre Nachkommen bereithielt: Nämlich die Erkenntnis, dass die Götter, welchen Namen wir ihnen auch geben mögen, immer zu den Menschen sprechen, die bereit sind, auf sie zu hören. Nicht nur einmal hat diese Stimme mein eigenes Leben und das Leben meiner Mannschaft gerettet. Ich höre auf sie und ziehe mich, wenn sie mich vor Gefahr warnt, auf den Hügel zurück. – Du fragst dich gewiss, wie ich mich auf hoher See und auf einem Schiff auf einen Hügel retten kann? Nun, ich besitze, ebenso wie jeder, der an seinen Gott glaubt, einen Hügel in meinem Inneren: Ich nenne ihn ‚Vertrauenshügel‘! Egal, wie sehr die Umstände um mich herum auch toben mögen, egal, wie groß das Geschrei derer ist, die unterzugehen glauben: Dort wartet mein Ort des inneren Friedens auf mich. Dort ist mir mein Gott nahe. Dort finde ich eine Lösung für das, was für andere unlösbar scheint.‘ Er blickte dem jungen Seemann ernst in die Augen und fuhr fort: ‚Diese Einsicht kann auch dir helfen, in innerer Ruhe und Gelassenheit zu deiner Familie zurückzukehren. Wenn ein Umstand eintritt, der dir den inneren Frieden rauben könnte, so ignoriere ihn nicht, gehe aber auch nicht angstvoll auf ihn zu oder versuche zu fliehen. Gehe in dein Inneres, höre auf das, was eine ganz leise Stimme dir sagt und folge ihrem Rat: Sprich, handle und steh entweder für dich und deine Wahrheit ein – oder zieh dich zurück und lass die Unruhestifter mit ihrem Unfrieden allein, genauso wie dir dein Gott rät. Er selbst wirkt dann in deinen Gedanken, deinen Worten, deinen Taten. Die Schwachen und Ängstlichen, die vorhatten, dich zu bedrängen, werden vor Seiner Macht fliehen – und du selbst wirst über dich hinauswachsen.‘ „
Ich teile mit dir mein Vertrauen in die Vorsehung Gottes, die uns zurzeit ein Zwischenergebnis vorlegt, das unser bedingungsloses Vertrauen herausfordert.
In schwesterlicher Liebe
Ingrid
von Ingrid | Apr. 20, 2022 | Yasper |
Es kommt die Zeit, da BIN ICH für die Göttlichkeit bereit.
Es kommt das Jahr, da versteh ich alles, was war.
Es kommt der Tag, an dem ich zu erkennen vermag:
Alles kommt aus Gottes Hand,
ganz gleich, ob in dunklem oder hellem Gewand.
Es kommt die Stunde, da vernehm‘ ich in mir die Kunde:
„Sei still – und wisse, ICH BIN Gott.
Es gibt für MICH nur ein Gebot:
Liebe, was du tust und den, der du bist,
hör auf dein Herz, damit du nie vergisst,
wer ICH BIN.
Dann hat alles einen Sinn.“
Es kommt der Augenblick, da schau ich nicht nach vorn und nicht zurück.
Da BIN ICH, der ICH BIN und mein Dasein hat einen Sinn.
Ich bin nie mehr allein, denn ICH BIN daheim –
ICH BIN ALL-EIN.